Ein Traum [abc.etüden #1]

Auf Grund des aktuellen Sommerlochs (oder nennen wir es in meinem Fall das Jahr-2017-Loch) bin ich dankbar für jede Inspiration, die mir dazu verhilft, einen Beitrag zu verfassen. Mit den „abc.etüden“ liebäugelte ich bereits einige Male, nun ist es an der Zeit, mich der Herausforderung des „Drabbles“ zu stellen und die drei von Christiane genannten Wörter in einem (exakt) 100 Wörter umfassenden Text unterzubringen.

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Als er den Deckel der Kiste anhob, breiteten sich wieder Zweifel aus. Doch er konnte nicht ewig Trübsal blasen, denn er hatte einen Traum zu verwirklichen. Den größten Traum seines Vaters. Das hatte er ihm versprochen. Er legte den Deckel zur Seite, griff in die Kiste hinein und holte die Flaschenpost hervor, die sein Vater vor vielen Jahren am Ufer der Morača fand. Auf seinem alten Schreibtisch war noch immer die Karte Mazedoniens ausgebreitet, das kleine Dorf Ljevišta rot umrahmt. Dort sollte die Suche nach der Empfängerin des Briefes beginnen, die der Absender so liebevoll als seine kleine „Sonnenblume“ bezeichnete.

Träume zwischen Mallorca und Spitzbergen

Nach viel zu langer Zeit gibt es von mir endlich wieder einen Beitrag im Mitmachblog. Inseln laden aber auch förmlich zum träumen ein:

MitmachBlog

Meine ersten Inselbesuche verursachten hauptsächlich Albträume. Es begann mit einer Klassenfahrt, da war ich ungefähr 13, es müsste also die siebte Klasse gewesen sein. Eine Woche, gefangen auf der ostfriesischen Insel Langeoog, gemeinsam mit mindestens 25 weiteren Jugendlichen, die ich absolut nicht ausstehen konnte. Sogar die Lehrer waren mir damals sympathischer, als meine Mitschüler. Bereits während der langen Busfahrt bis zur Fähre fragte ich mich unentwegt, wieso ich überhaupt an dieser Fahrt teilnehmen musste. Gerade ich, der Einzelgänger und Außenseiter, der einsame Wolf, der sicher Spaß daran gehabt hätte, diese Insel allein zu erkunden, wurde gezwungen, mit einem Haufen Hip-Hop hörender, Pokemon-Karten sammelnder und Tamagochi spielender Chaoten, sieben Nächte in einer Jugendherberge zu verbringen. Ja, ich war offensichtlich schon immer so – auch bezüglich meiner Abneigung gegenüber Schwimmbädern. Aber wir waren ja am, nein im, Meer, da war es mehr als nahe liegend selbiges zum schwimmen zu nutzen. Ich gebe…

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Das Elfmalelf des Herzkramens

Random Randomsen stellte die Behauptung in den Raum, dass sich an Liebster-Spielchen niemand ohne Nominierung beteilige. Nur teilzunehmen, wenn man nominiert wurde, erweckt den Eindruck, es handele sich dabei um eine Regel. Regeln wiederum bringen meine rebellische Seite zum Vorschein und verleiten mich dazu, sie zu brechen. Und dann hatte Random Randomsen auch noch eine ganz besondere Idee. Herzkramen nennt sich diese Idee, die, anstatt der üblichen Beantwortung von elf Fragen, elf Assoziationen zu elf Begriffen aus den Teilnehmern herauslocken möchte. Wenn dies kein Grund ist, den Gegenbeweis dafür anzutreten, dass es durchaus Verrückte gibt, die sogar ohne Nominierung nach dem Award greifen.

Nach langer Zeit folgt nun mein Versuch, 121 Assoziationen in einem Beitrag unterzubringen. Ich bin gespannt, ob es mir gelingt, denn wenn es darum geht, auf mein Herz zu hören, ergeht es mir regelmäßig so, wie es die Sportfreunde Stiller im Refrain eines ihrer Lieder besingen.

Doch mein Herz steckt im Kopf und mein Kopf steckt im Sand
Darum kann ich mein Herz nicht richtig hören

Quelle  |  Sportfreunde Stiller – (Tu nur das) Was dein Herz dir sagt


I • Blog

Mein Blog ermöglicht es mir, zu schreiben. Das würde ich ohne Blog nämlich leider so gut wie gar nicht tun (derzeit sogar trotz Blog viel zu wenig). Das Schreiben bringt hin und wieder meine gut versteckte Kreativität zum Vorschein, lässt mich meine Gedanken in Worte fassen, meinen Musikgeschmack teilen und das ein oder andere Foto präsentieren. Dank der vielfältigen Bloggerwelt, lese ich nicht nur viele unterhaltsame oder inspirierende Beiträge, sondern habe inzwischen auch die Vorzüge gemeinsamer Aktionen für mich entdeckt: Den Austausch mit anderen Bloggern. Insgesamt ist das Bloggen daher ein angenehmer Ausgleich zum Alltag.

II • Sprache

Die fremde Sprache gehört zu den wichtigsten Faktoren, die meinen Alltag während einer Reise vergessen lassen. Wenn ich weit von zuhause entfernt bin, führt es zu einem unterschwelligen Unwohlsein, wenn ich ausgerechnet dort meiner Muttersprache begegne. Einige Sprachen lösen, sobald ich sie höre, Fernweh aus und am liebsten säße ich im selben Moment in einem Flugzeug, das mich zum Beispiel nach Island bringt. Isländisch gehört übrigens zu den Sprachen, die ich gerne lernen würde, allerdings erst, nachdem ich mich an meine klangliche Lieblingssprache herangewagt habe: finnisch. Mein Herz kennt aber auch noch andere Verbindungen zur Sprache. Zum Beispiel in Form von Erinnerungen, wie die an meinen Opa, der die Westmünsterländische Mundart beherrschte. Als Kind saß ich häufiger dabei, wenn er mit seinen Eltern sprach und verstand kein einziges Wort. Sobald Dialekte ins Spiel kommen, wird es mit der Kommunikation also bereits innerhalb der eigenen Sprache problematisch.

III • Orte

Zuhause, so heißt es, solle man sich am wohlsten fühlen. Das gelingt mir zwar nicht immer, aber zunehmend besser, denn die schönen Orte müssen nicht zwangsläufig weit entfernt sein. Es gibt sie auch in der Nähe. Der heimische Garten ist vielleicht einen Tick zu nah gelegen, ein Stückchen muss ich mich dann doch entfernen. Zum Beispiel zum nahe gelegenen Bach, die Stelle, an der er einen kurzen Abstecher durch den Wald nimmt und meinen, nun leider rasant alternden, Hunde-Senior in einen glücklichen Junghund verwandelt. Dieser Hunde-Senior ist es, dem ich einige weitere Orte zu verdanken habe, an denen mein Herz hängt. Orte, mit denen ich schöne Erlebnisse verbinde und an die ich mich in vielen Jahren noch gerne erinnern werde. Der Wind und die klare Luft an den dänischen Nordseestränden, die Natur, die Seen und die Einsamkeit in Schweden. Sogar meine ungeliebte Heimat ruft inzwischen durchaus auch mal positive Erinnerungen hervor.

IV • Pflanzen

Seitdem ich einen Weg gefunden habe, meinen Heuschnupfen zu bändigen, fällt es mir deutlich leichter, die positiven Auswirkungen der umfangreichen Pflanzenwelt zu genießen. Der intensive Geruch, den die vielen blühenden Pflanzen im Frühling verbreiten, lässt sich ohne brennende und tränende Augen und mit freier Nase viel besser und entspannter wahrnehmen. Pflanzen bringen Farbe ins Leben und Wärme in kalte Büros, zaubern traurigen Menschen ein Lächeln ins Gesicht und befördern Zecken auf ahnungslose Wirte. Sie wachsen oft an Stellen, an denen eigentlich gar nichts wachsen kann und beweisen damit, wie wandlungsfähig und robust sie sind – und dass sie trotz aller Schädigungen durch den Menschen weiterhin alles daran setzen, ihre wichtigen Funktionen für das Leben auf diesem Planeten zu erfüllen.

V • Tiere

Verantwortung – nicht nur in meiner Rolle als Hundehalter, sondern insbesondere in meiner Rolle als Mensch. Als Mitglied einer Spezies, die diesen Planeten beherrscht, bin ich umso mehr mitverantwortlich dafür, wie wir andere Lebewesen behandeln, ob wir sie als einen wertvollen Teil des Ökosystems betrachten, oder bloß als einen nahrhaften Teil unseres Speiseplans, als Trophäe oder Störfaktor im rücksichtslosen Ausbau unseres eigenen Lebensraums. Durch mein Hund konnte ich den letzten 13 Jahren vieles lernen. Tiere sind enorm intelligent, zu Emotionen wie Freude und Trauer fähig, sie sind ehrlich und dazu fähig, im Einklang mit der Natur zu leben.

VI • Musik

Musik ist fester Bestandteil meines Lebens. Sie weckt Erinnerungen, an meine Kindheit, an besondere Momente und besondere Menschen. Es gibt zu jeder Stimmungslage die passende Musik, sie kann mich aufmuntern, mich auf andere Gedanken bringen und mir dabei helfen, abzuschalten. Sogar Freundschaften sind dank der Musik entstanden, weil ein ähnlicher Musikgeschmack eine erste Gemeinsamkeit und somit einen hervorragenden Gesprächseinstieg darstellt. Außerdem gehört Musik zu den wenigen Dingen, die mich trotz meiner Abneigung gegenüber Menschenmassen in genau diese hineinführen: zum Beispiel auf Konzerte in 50.000 Menschen fassenden Stadien.

VII • Literatur

Mein Verhältnis zur Literatur war lange Zeit gespalten, insbesondere während meiner Schulzeit. Als ich ausgerechnet am Höhepunkt meiner jugendlichen Rebellion gezwungen wurde, Bücher, Kurzgeschichten und Gedichte zu lesen und zu interpretieren, stand ich mit ihr in einem schwerwiegenden Konflikt. Es bedurfte der Anschaffung eines Hundes und des damit verbundenen Lernwillens, um mir freiwillig Bücher zuzulegen und über den Umweg „Sachbuch“ den Wert der Literatur zu erkennen. Nachdem sie mir einiges an Wissen vermittelte, entdeckte ich ihre Fähigkeit, zu unterhalten, mich zum Nachdenken anzuregen, mich abschalten und dabei in fremde Welten eintauchen zu lassen. Ich bin mir sicher, dass sie auch zu einem besseren Umgang mit der Sprache beigetragen hat, denn ohne diverser literarischer Werke wäre mein Wortschatz sicherlich weit weniger umfangreich.

VIII • Bildende Kunst

An dieser Stelle sollten eigentlich meine Assoziationen zur bildenden Kunst folgen. Allerdings bin ich vermutlich das Musterbeispiel eines Kunstbanausen und assoziiere mit diesem Begriff eher die nachmittägliche Folter, alias Kunstunterricht, zu Schulzeiten. Da ich auch in den nun etwa 12 Jahren nach Ende meiner Schulzeit sowohl das Betreten entsprechender Museen, als auch Galerien vermied, hat sich daran bislang nicht viel verändert, obwohl es durchaus Werke gibt, die mir gefallen. Einige Skulpturen und Gemälde sind definitiv schön anzusehen und zeugen von einem hohen Maß an Kreativität und handwerklichem Geschick, dennoch fehlt mir der herzliche Bezug. Es wäre mir lieber, bildend bezöge sich in diesem Fall auf Bildung, denn diese kann durch Kunst definitiv vermittelt werden. Und ob sie gefällt ist letztendlich wieder eine Frage des Geschmacks.

IX • Technik

Mit fortschreitendem Alter (hey, immerhin fehlen nur noch 10,5 Monate bis zum Ende der 20er) fällt mir der rasante technische Fortschritt immer stärker auf. Damit ist häufig die etwas beängstigende Erkenntnis verbunden, wie abhängig wir inzwischen von der Technik sind. Sicherlich hängt mein Herz an tollen Errungenschaften wie digitalen Spiegelreflexkameras, Ultra-HD-Fernsehgeräten und kontaktlosem Bezahlen, doch es weist mich auch immer wieder darauf hin, dass das, was in Stirb langsam 4.0 noch als fiktive Grundlage für einen Action-Blockbuster galt, heute zunehmend zu einer realen Bedrohung wird: Cyber-Terrorismus. In letzer Zeit gab es zahlreiche Beispiele dafür, wie schnell bestimmte Teile des eigenen Lebens lahmgelegt werden können, weil sie ohne moderne Technik nicht funktionieren. Es beginnt bei harmlosen technischen Problemen in Krankenhäusern und endet bei skandalösen Ausfällen einschlägiger Kurznachrichten-Apps. Ich möchte auf viele Vorteile der ständigen Vernetzung nicht mehr verzichten, muss hierbei aber trotzdem häufiger auf meinen Kopf, als auf mein Herz hören, um die Sicherheit meiner Privatsphäre und die Existenz meines analogen Lebens nicht zu gefährden – schließlich liegen mir diese Punkte besonders am Herzen.

X • Lebensmittel

Mein Herz hängt ganz besonders an scharfen Gerichten. Manchmal zum Leidwesen derer, die zuvor selbstbewusst angaben, ebenfalls gerne scharf zu essen, anschließend jedoch beteuern, damit nicht „so“ scharf gemeint zu haben. Wenn ich koche bedeutet es aber nicht zwangsläufig, dass Habaneros im Topf landen, denn noch wichtiger als eine leichte Schärfe ist Abwechslung. Ich experimentiere gerne herum und probiere Neues aus, wobei es durchaus etwas exotischer werden kann – was mich hin und wieder allerdings vor einen Gewissenskonflikt stellt. Bei meiner Lebensmittelauswahl achte ich darauf, möglichst nachhaltig einzukaufen und regionale (Bio-)Produzenten zu unterstützen. Dies führt aber schon anlässlich meiner Chili-Vorliebe zu dem Problem, dass Habaneros oder Jalapeños üblicherweise nicht im nass-kalten Norddeutschland, sondern in sonnigeren Regionen unter womöglich fragwürdigen Bedingungen gedeihen und alles andere als emissionsarm in den Supermarkt meines Vertrauens transportiert werden. Abhilfe könnte in diesem Fall der Eigenanbau schaffen, der zwar eine Menge Zeit erfordert, sich aber zumindest bei der Sorte Cayenne bereits auszahlte – trotz des unvorteilhaften Klimas. Ansonsten wäge ich viel ab, denn die Lebensmittel, die ich kaufe, sollen neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit in der Regel auch gesund sein und gut schmecken.

XI • Sinneseindrücke

Mit meiner Hand über das weiche Fell meines Hundes zu streichen, oder seine kalte Nase an meinem Unterarm zu spüren, wenn er mich daran erinnern möchte, dass ich die Erdnüsse nicht alleine essen wollte. Mir vom herbstlichen Nordseewind den Stress des Alltags auf das Meer treiben zu lassen und statt des üblichen Trubels nur noch zu sehen, wie die Sonne im Meer versinkt und der Horizont und das Meer miteinander verschmelzen. Im Anschluss das Knistern des Kaminfeuers zu hören und mich an diesem aufzuwärmen, während sich der Duft frisch gebrühtem Kaffees mit dem dezenten Geruch des brennenden Holzes vermischt. Das Gefühl von Freiheit und Glück, während sich meine Gedanken überschlagen und ich nicht mehr weiß, ob das strahlende Lächeln und die leuchtenden Augen, in die ich blicke, real sind oder meiner Phantasie entspringen.

Veränderung in zwölf Schritten [6]

Ohne lange zu zögern verkündete ich, an Zeilenendes neuem Projekt teilzunehmen und ein Motiv ein Jahr lang mit meiner Kamera zu begleiten. An jedem letzten Sonntag eines Monats werde ich hier ein Bild des ausgewählten Motivs präsentieren und die Veränderungen beobachten, die in der Zwischenzeit erfolgt sind. Die Links zu den Beiträgen der (vielen) weiteren Teilnehmer findet ihr aus Gründen der Übersichtlichkeit in Zeilenendes Beitrag.


Nach einigen Wochen, in denen meine Aussagen über das Wetter infrage gestellt wurden, zeigen sich heute zumindest mal ein paar Wolken. Schon merkwürdig, denn gerade für heute ist eigentlich nur ein Mix aus Gewittern und Regen vorhergesagt. Ansonsten war das Wetter in den letzten Wochen hochgradig hochsommerlich. Für hanseatische Verhältnisse. Also, ach, lassen wir das.

Jetzt zeige ich euch lieber den Baum, an dem langsam die Früchte reifen und in dem sich heute ein gefiederter Gast versteckt.

Veränderung in zwölf Schritten [5]

Ohne lange zu zögern verkündete ich, an Zeilenendes neuem Projekt teilzunehmen und ein Motiv ein Jahr lang mit meiner Kamera zu begleiten. An jedem letzten Sonntag eines Monats werde ich hier ein Bild des ausgewählten Motivs präsentieren und die Veränderungen beobachten, die in der Zwischenzeit erfolgt sind. Die Links zu den Beiträgen der (vielen) weiteren Teilnehmer findet ihr aus Gründen der Übersichtlichkeit in Zeilenendes Beitrag.


Der letzte Sonntag des Monats Juni ist unauffällig an mir vorbei geschlichen. Wer rechnet an einem 25. schon mit ihm? Zumal ich doch mit dem Beginn meines dreißigsten Lebensjahres beschäftigt war.

Der montägliche Blick in den Kalender verriet mir heute morgen nicht nur, dass tatsächlich erst Montag ist, sondern auch, dass der nächste Sonntag bereits in den Juli fällt. Einschlägige Beiträge im WordPress-Reader bestätigten den Verdacht endgültig: Ich habe den Termin verpasst. Diesmal hole ich es jedoch schneller nach, kann statt eines Sonntags-Fotos jedoch nur ein Montags-Foto liefern:

sdr

12 Monate #5


Erneut entlarvt mich das Foto als Lügner, präsentiert es den umgestürzten Apfelbaum doch wieder einmal im hellen Sonnenschein, statt unter grauem Himmel im Regen. Da hilft mir auch die Wettervorhersage, die für die nächsten vier Tage Gewitter und Regen ankündigt, nicht.

Zurück zum Baum. Dieser legte in den vergangenen Wochen ein ordentliches Wachstum hin und trägt inzwischen sogar erkennbare Früchte.

Ein Gestohlener Award #1 – Von Kindheitserinnerungen und Superkräften

Das Jahr 2017 ist bislang nicht das erfolgreichste, was die Umsetzung meiner Blogvorhaben betrifft. Umso aufmunternder ist es, dass mir nun ein Liebster Award verliehen wird. Und zwar von keinem geringeren als mir selbst. Ob es nun an gesundem Selbstbewusstsein oder kränklichem Selbstmitleid liegt, diskutieren meine beiden Persönlichkeiten derzeit noch aus. In der Zwischenzeit nutze ich die Chance, das von der Klabauterfrau liegengelassene Stöckchen aufzuheben, über das bereits Blogs wie wortgeflumselkritzelkram und reisswolfblog stolperten.


Stell dir vor, ich lade dich übers Wochenende ein. Was würdest du mir als Gastgeschenk mitbringen?

Ich weiß, du fragst nach einem Gastgeschenk, das ich dir mitbringe. Aber du bist Hundehalterin und dadurch wird das „dir“ zu „deinen Hunden“. Da spreche ich aus eigener Erfahrung, denn in den vielen Taschen, die meine Gäste mitbringen, verstecken sich in der Regel ausschließlich Gastgeschenke an meinen gastgebenden Hund. Zum Glück, denn Hunde sind meist deutlich pflegeleichter, wenn es um die Akzeptanz konsumierbarer Geschenke geht (auch wenn ich einige dieser gut gemeinten Geschenke sehr kritisch beäuge und mich anschließend bei meinem Hund dafür entschuldige, das bunt verpackte Zeug nicht direkt der Sondermüllentsorgung zugeführt zu haben). So muss ich mir keine Gedanken darüber machen, ob mein Gastgeschenk vegan sein muss, ob du Alkohol trinkst und falls ja, welchen am liebsten, oder ob du Bitter- oder doch lieber Vollmilchschokolade isst, sofern du überhaupt welche isst oder ob… du siehst, es ist gar nicht so einfach. Da ist die Chance, mit einer kleinen Auswahl an Bio-Trockenfleisch-Snacks für deinen Hund richtig zu liegen, vermutlich höher.

Gab es bestimmte Kindergeburtstagtraumen bei dir? Spiele, essen….

Als Kind wartete ich an meinem Geburtstag oft den ganzen Tag auf meinen Vater, der dann spät abends anrief, um mir zu gratulieren und sich dafür zu entschuldigen, es nicht geschafft zu haben zu erscheinen. Glücklicherweise war das gesamte Drumherum aber in der Regel so positiv, dass ich darüber zwar kurz traurig war, jedoch schnell wieder abgelenkt wurde.

Verräts du deinen Kosenamen deiner Eltern für dich?

Manchmal nennen sie mich „Besserwisser“, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob es sich dabei um einen Kosenamen handelt. Innerhalb meiner Familie scheinen diese nicht sehr verbreitet zu sein, sodass ich, abgesehen von der Kurzform meines Namens, nie mit richtigen Kosenamen in Kontakt kam.

Geschmäcker ändern sich oft. Hast du aus deiner Kindheit irgendetwas mit ins Erwachsensein mitgenommen?

Meine Vorliebe für Lakritz, Bitterschokolade und Die Toten Hosen. Ja, ich war ein seltsames Kind 😀 Zudem war ich bereits als Kind von Skandinavien und Wölfen fasziniert und wurde mit etwa 6 Jahren Fan des SC Freiburg (Schalke kam erst später hinzu).

Dein langjähriger Postbote baggert dich an. Was machst du? Was unternimmst du dafür/dagegen?

Ich buche die Dienstleistung „E-Postscan“ der Deutschen Post und lasse mir meine Pakete nur noch mit UPS liefern. So gäbe es für ihn keinen Grund mehr, mich zu besuchen und ich wäre ihn los, ohne eine unangenehme Konversation geführt haben zu müssen. Wäre es jedoch seine Vertretung, die mich anbaggert, also die sympathische Postbotin, die vor einigen Wochen leicht verzweifelt meine Identität für einen Mobilfunkanbieter überprüfen musste… ich würde häufiger online Mobilfunkverträge abschließen und mich dann von meiner hilfsbereitesten Seite zeigen…

Jemand findet deinen Blog total toll und will ihn dir abkaufen! Schlägst du zu? ….nein , keine Millionen! Es sind nur 999€ für alle Rechte und Worte.

Nachdem ich es geschafft habe, durch Doofheit meine Blog-Domain zu verlieren, wäre es durchaus eine Überlegung wert, um anschließend mit neuem Blog neu durchzustarten. Aber nein, einige Texte werden dann doch einen Tick zu persönlich, um die Rechte an ihnen abtreten zu können. Da wäre schon ein besseres Angebot erforderlich. Außerdem muss ich an meine Follower denken.

Jemand möchte dir deinen größten Wunsch ( Reise, Resthof ect) erfüllen. Dafür musst du nur einmal nackischt über euren Dorfplatz und zurück zur Geschäftszeit laufen! Machst du mit?

Da mich hier sowieso kaum jemand kennt und mich die Erfüllung meines größten Wunsches an einen weit entfernten Ort führt, hätte ich damit vermutlich kein Problem.

Wenn du dir eine Superkraft für dich aussuchen könntest, welche würdest du wählen?

Ein „adaptives Muskelgedächtnis“ wäre interessant, denn im gegenwärtigen Zustand stellen mich gewisse Bewegungen, auf Grund meiner nicht ganz so hervorragenden Körperbeherrschung, schon mal vor größere Herausforderungen.

Wenn du einem neugeborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

Bleib‘ dir treu!

Worüber könntest Du Dich jeden Tag aufregen?

Das „könnte“ könnten wir eigentlich streichen. Ich rege mich nämlich den ganzen Tag auf: Über Smombies. Über Menschen, die nicht mal während eines fünf-minütigen Gesprächs dazu fähig sind, ihr blödes Smartphone zur Seite zu legen. ARGH, am liebsten würde ich ihnen die Teile wegnehmen und solange mit einem Hammer darauf einschlagen, bis nur noch Pulver übrig ist.

Und über rücksichtslose Autofahrer, über Rassisten, Tierquäler, Trump, die Medien, das Wetter, die Menschen, mich selbst…

So. Genug aufgeregt! Bleiben wir doch lieber beim „könnte“, sonst würde ich mich tatsächlich den ganzen Tag aufregen 🙂

Warum hast du mitgemacht?

Auf Grund interessanter Fragen und der akuten Notwendigkeit externer Denkanstöße für neue Beiträge. Vielen Dank dafür an die Klabauterfrau 🙂

 

Veränderung in zwölf Schritten [4] – jetzt auch mit Foto

Dank freundlicher Nachbarn, die während meiner Abwesenheiten Pakete für mich entgegennehmen, konnte ich den neuen Router soeben erfolgreich in Betrieb nehmen. Daher folgt nun endlich das versprochene Foto:

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Zwölf Monate #4


Da leider ein Monat ausfiel, fällt der Unterschied jetzt umso stärker auf. Kein Vergleich mehr, zum trostlosen Geäst im Monat März.

Links zu den Beiträgen aller weiteren Teilnehmer findet ihr, theoretisch, in Zeilenendes Beitrag bzw. den Kommentaren: https://kaffeetaesschen.wordpress.com/2017/05/28/12-monate-fensterblick-4-lebenszeichen/

 

Veränderung in zwölf Schritten [4] – Ein Fotobeitrag ohne Foto

Da verkündete ich groß meine Teilnahme an Zeilenendes Fotoprojekt und dann scheiterte ich bereits im dritten Monat daran. Ende April habe ich den Termin nämlich verschlafen. Ich schiebe es einfach mal auf meinen Urlaub, der mir so viele Offline-Aktivitäten bescherte und mich die Zeit irgendwie vergessen ließ. Als ich dieses Missgeschick bemerkte, war es deutlich zu spät, um ein Bild nachzuliefern. Daher wählte ich den Weg des Schweigens und war mir zweifelsfrei sicher, am 28.05.2017 das nächste Bild zu liefern.

Doch dann kam mir die Technik dazwischen. Ein Totalausfall meiner fünf Jahre alten FritzBox, pünktlich zum Wochenende, am Freitagabend. Darunter litten nicht nur meine Musik- und Serien-Streamingdienste, sondern alle meine Aktivitäten, die in irgendeiner Weise von einem funktionierenden Router abhängig sind. Und ihr glaubt gar nicht, wie viel in Zeiten des „Smart Homes“ von dieser Box abhängig ist.

Meine Kamera durfte ihren Dienst jedoch am Sonntag verrichten und den umgestürzten Apfelbaum ablichten. Das dazugehörige Bild liefere ich nach, sobald mein heimisches Netzwerk wieder betriebsbereit ist. Und ja, ihr habt absolut recht, ich hätte es auch mit der Smartphone-App erledigen können, die ich, trotz meiner Zugehörigkeit zur Smartphone-Generation, aber nicht bedienen kann. Ok, mein Smartphone hätte meinem PC auch als mobiler Hotspot dienen und ein bisschen des Datenvolumens teilen können – wäre da nicht das Hindernis, des nicht ganz so optimalen LTE-Empfangs innerhalb geschlossener Räume (ja, mein Geschwindigkeitsanspruch hat sich ein wenig verändert, seitdem ich kein 56k-Modem mehr nutze).

Jetzt heißt es warten. Darauf, dass mir das Kabelanschlussmonopol des Nordens ein Austauschgerät zukommen lässt. Und dann folgt auch das Bild, das versteckt auf der Festplatte meines PCs nur darauf wartet, sich euch zeigen zu können.

Eines kann ich vorab verraten: Die Veränderung zum März-Bild ist gravierend. Bis auf den Himmel, der die Bilder des 12-Monatsprojekt irgendwie dazu nutzt, meine Dauerregen-Behauptungen massiv infrage zu stellen. Aber seht selbst, in, hoffentlich, wenigen Tagen.

Auf in’s Fegefeuer [Story Samstag]

„Wie alt bist du?“

„Fast 29.“

„Verheiratet?“

„Nein.“

Und schon entgleisen die Gesichtszüge meines Gesprächspartners. Wie kann es nur möglich sein, so kurz vor der alles verändernden „30“ ein Leben als Unverheirateter oder gar Single zu führen? Müsste ich gemäß geltender Privat-TV-Gesellschaftsrichtlinien doch bereits zum dritten Male verheiratet und vermutlich sogar bereits Großvater sein. Eine witzige Vorstellung, allein der Gedanke an die entsetzten Reaktionen. „Du kümmerst dich aber liebreizend um deine kleine Schwester.“ „Sie ist meine Enkelin“.

Doch davon bin ich weit entfernt, erfülle ich doch nicht mal das übliche Klischee. Weder Haus, noch Ehepartnerin, zukünftige Ehepartnerin oder Kind sind vorhanden. Lediglich ein Hund, aber dieser spielt im Klischee letztendlich nur eine Nebenrolle. Das eingangs angedeutete Gespräch wird daher regelmäßig auf mehr oder weniger interessante Weise fortgesetzt und beinhaltet oft furchteinflößende Begriffe wie „Partnerbörsen“, „Disco“ oder gar die Drohung eines Verkupplungsversuchs. Sozusagen also die Ankündigung einer Zwangsheirat und dies nur, damit ich in etwa einem Jahr, bei meinem Eintritt in die Welt der Greise, nicht zum ewigen Fegen der städtischen Straßen und Plätze verdammt werde, sofern mich nicht der reinigende Kuss einer Jungfrau befreit. Die Sünde der Ehelosigkeit führt also geradewegs ins Fegefeuer.

Habe ich schließlich meine Rolle als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Stadtreinigung übernommen, so werde ich diese niemals wieder ablegen können. Dies ist jedenfalls meine Deutung der vielen besorgten Gesichter. Um diesem traurigen Schicksal zu entgehen, soll ich nun die eigentliche Bedeutung der Ehe missachten und schnellstmöglich die Schließung selbiger in die Wege leiten. Doch wäre diese Sünde nicht viel schwerwiegender, als unvermählt das dreißigste Lebensjahr zu beenden? Lieber Fegefeuer als, wie mir bereits mehrfach von ehemals verheirateten Menschen bestätigt wurde, direkt in der Hölle zu landen.

Das Glück lässt sich nicht erzwingen. Die Liebe ebenfalls nicht. Gerade diese sollte für eine Eheschließung jedoch in besonders ausgeprägtem Maße vorhanden sein. Unabhängig des Alters. Und so alt, wie die böse „30“ gern dargestellt wird, fühle ich mich noch lange nicht. Abgesehen davon bleibt die Frage, ob eine Ehe denn überhaupt notwendig ist, denn an den Gefühlen füreinander dürfte sie nichts ändern und die Liebe sollte man sich stets auf ehrliche Art beweisen, nicht im Rahmen irgendeiner Symbolik oder an vorgegebenen Tagen.


Ein Beitrag zu Tante Tex‘ Story Samstag, Thema „Ehe“.

 

Musikalischer Quartalsrückblick 1/4

Die Musikweltreise setzt nun eine Woche aus, denn heute blicke ich auf das erste Quartal des Jahres 2017 zurück – ein Viertel des „neuen“ Jahres, das doch „gerade“ erst begann, ist also schon wieder vorüber. Irgendwie erschreckend, insbesondere aus Blog-Sicht, denn vom geplanten Beitragspensum bin ich momentan weit entfernt – und das, ohne es wirklich bemerkt zu haben, schließlich habe ich doch erst kürzlich – nein, ist es wirklich schon so lange her? – einen Beitrag veröffentlicht. Aber Blogbeiträge kann man ebenso wenig erzwingen, wie das Glück. Zumindest aber ist auf die Musik, als Ideengeberin, weiterhin Verlass, denn sie hatte im vergangenen Quartal einiges zu bieten. Von langanhaltenden Ohrwürmern, über spontane Ticketkäufe und mit Spannung erwartete Neuerscheinungen, bis hin zur Wiederentdeckung einer Jugendliebe.


03.02.2017 / Broilers – sic(!)

Das neue Album der Düsseldorfer Rockband erschien im Februar. Der darauf enthaltene Ohrwurm, der sich mittlerweile verdächtig lang in meiner Playlist hält, wurde bereits am 13.01. veröffentlicht und dürfte inzwischen zweifelsfrei zu meinen Lieblingen unter den deutschsprachigen Rocksongs zählen. Fragt mich nicht wieso, aber ehe ich diesen außerordentlich guten Song entdeckte, spielten die Broilers in meiner Musikwelt keine große Rolle – definitiv zu unrecht, denn „sic(!)“ kann sich durchaus hören lassen und ihre vorherigen Veröffentlichungen hätten mich bereits viel früher auf den Geschmack bringen können müssen.


03.02.2017 / Michelle Branch – Hopeless Romantic

Als 13-Jähriger war ich verliebt. In eine 18-Jährige Sängerin, die mit „Everywhere“ einen leicht rockigen Pop-Song veröffentlichte und damit genau in das Herz eines Jugendlichen traf, der gerade die Welt der Rockmusik für sich zu entdecken begann. Ich kaufte mir damals sogar die Single, verlor Michelle Branch dann aber aus den Augen, was auch daran lag, dass ihr letztes musikalisches Lebenszeichen etwa 14 Jahre zurück liegt. Am dritten Februar entdeckte ich ihren Namen in der Liste der Neuerscheinungen, die mir mein freundlicher Streamingdienst wöchentlich präsentiert. Ihr Name sagte mir zwar etwas, aber einordnen konnte ich ihn zunächst nicht. Bis ich den Titel „Everywhere“ sah und die Erinnerungen an das Jahr 2001 geweckt wurden. Mit ihrem ersten neuen Lied nach gut 14 Jahren entdeckte ich sie also direkt wieder. Manchmal ist die Musikwelt doch kleiner als es scheint. Hier ist „Hopless Romantic“ von ihrem gleichnamigen Album, das übrigens am vergangenen Freitag erschien:


17.02.2017 / Amy Macdonald – Under Stars

Von der wiederentdeckten Jugendliebe zu einer aktuellen musikalischen Liebe. Auch ihr letztes Album liegt bereits eine gefühlte Ewigkeit zurück, obwohl seitdem nur fünf Jahre vergangen sind. Doch vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, zwischen zwei Alben einen etwas längeren Zeitraum verstreichen zu lassen, denn abgesehen davon, dass sich ein gutes Album nicht mal eben so aus dem Ärmel zaubern lässt, ist das Musikerleben sicherlich nicht stressfrei. Also warte ich lieber etwas länger (was sich gelohnt hat) und freue mich über ihr neues Album und auf das Konzert im Hamburger Stadtpark, bei dem ich endlich auch Amy Macdonald live sehen werde.


17.02.2017 / Battle Beast – Bringer of Pain

Nun zu einer finnischen Metal-Band, die ich euch beim Auftakt meiner Musikweltreise unterschlagen habe. Zum Glück liefern sie mir mit ihrem neuen Album eine zweite Chance, sie in meinem Blog zu erwähnen. Und diese Chance möchte ich hiermit nutzen, denn mit ihrem „Gute-Laune-Metal“ spielen sie eine der Metal-Arten, die mir am meisten gefallen. Hervorzuheben ist der grandiose Gesang von Noora Louhimo!


März 2017 und ein spontaner Ticketkauf

Ich hatte einst eine lange Liste mit Künstlern, die ich zumindest einmal live sehen wollte. Auf dieser Liste führte ich in erster Linie Künstler, die (für mich) zu den größten der Rockmusik gehörten. Unter anderem Kiss, AC/DC, Rammstein, Iron Maiden, Judas Priest, Alice Cooper, Die Ärzte, Die Toten Hosen und Metallica. Während ich die großen Bands mit der Zeit abhaken konnte und immer mehr neue, auch unbekanntere Künstler auf meine „Watchlist“ befördert wurden, bliebt ein Eintrag stehen: Metallica. Erst waren sie Ewigkeiten nicht auf Tour, dann veröffentlichten sie ein so grauenhaftes Album, dass ich keine Lust mehr auf sie hatte. Als ich ihnen eine zweite Chance geben wollte, verschlief ich den Vorverkaufsstart und zu guter Letzt war ich zu geizig, den verlangten Ticketpreis zu zahlen.

Am 21.03. erhielt ich eine weitere Chance und als ich sah, dass ihre Tour sie nach Oslo führt, war klar, dass ich diesen Eintrag endlich von meiner Liste streichen muss und der 02.05. (sowie „ein paar“ Tage vor- und nachher) dick und fett im Kalender markiert wird. Einziger Haken: Es ist der 02.05.2018. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Außerdem bleibt mir so mehr als genügend Zeit, um das „große“ Reiseerlebnis zu planen, dass ich mir als Abschied von den „20ern“ vorgenommen habe.

Ein kleines Konzert-Reise-WarmUp wird es im Vorfeld ebenfalls geben. Eigentlich wollte ich im Herbst anlässlich der „Pumpkins United Tour“ von Helloween einen Trip nach Südamerika einlegen, aber dank der nervigen Bekanntgabeart der Tour-Termine hatte ich darauf keine Lust mehr. So einen Trip würde ich gern vernünftig planen, was aber nicht machbar ist, wenn die Termine nur häppchenweise bekanntgegeben werden, anstatt alle Termine auf einmal zu nennen. Stattdessen bleibe ich in Europa und mache um den 01. November herum einen kurzen Ausflug nach London, unter anderem um mir endlich ein Delain Konzert anzusehen. Dass ich ausgerechnet an Halloween dort unterwegs sein werde, bemerkte ich natürlich erst, als ich die Eintrittskarte schon bestellt hatte. Aber in England gibt es bestimmt kein Halloween…


07.04.2017 / Die Toten Hosen – Unter den Wolken

Zum Abschluss muss ich das Quartal ein wenig überziehen, denn der vergangene Freitag gehört eigentlich nicht mehr zu den ersten drei Monaten des Jahres. Eine neue Veröffentlichung der Toten Hosen kann ich jedoch einfach nicht unkommentiert lassen – auch dann nicht, wenn ich gar nicht weiß, was ich von dieser Single halten soll. Genau dies ist nämlich gerade der Fall. Laut meiner Musikdatenbank habe ich „Unter den Wolken“ mittlerweile 15 mal gehört und ich weiß noch immer nicht, ob es mir gefällt oder nicht. Ich weiß allerdings auch nicht, was ich überhaupt erwartet hatte. Das Lied ist nicht schlecht und auch die beiden „B-Seiten“ sind durchaus gut, gerade „Gegenwind der Zeit“, aber dennoch fehlt etwas. Nur was? Vielleicht bringt mich das Album der Antwort näher. Am 05. Mai werde ich es erfahren.


Dies war mein musikalischer Rückblick auf das erste Quartal des Jahres 2017. In zwei Wochen folgt der nächste Teil meiner Musikweltreise.